Lernen lernen Faktencheck Klasse 1–4

Belohnung, Lob und Motivation: was die Forschung zum Lernen sagt

Stickerplan, Zeugnisgeld, „Du bist so klug“: Zu Belohnung und Lob kursieren viele feste Regeln. Wir zeigen, was die Studien tatsächlich gefunden haben, mit welchen Kindern sie gemacht wurden und wo ihre Grenzen liegen.

Kurz gesagt

  • Wird einem Kind für etwas, das es schon gern tut, eine Belohnung vorher versprochen, beschäftigt es sich danach im Mittel seltener freiwillig damit. Für überraschende Belohnungen und für langweilige Aufgaben gilt das nicht.
  • Punktesysteme haben in Studien aus US-Klassen vom Kindergartenjahr bis Klasse 5 das Verhalten deutlich verbessert. Über die Lust am Lernen sagen diese Studien nichts.
  • Geld für gelesene Bücher, Testergebnisse oder Noten hatte in großen Experimenten an US-Schulen insgesamt keinen nachweisbaren Effekt auf die Leistung, einen nachweisbaren Verlust an innerer Motivation aber auch nicht.
  • Am meisten bringt Rückmeldung, die sagt, was gelungen ist und wie es besser geht. Dass Lob für Einsatz günstiger ist als „Du bist so klug“, legen mehrere Experimente nahe, ganz gesichert ist es nicht.
Inhalt dieses Artikels
  1. Motivation von innen und von außen
  2. Wann Belohnungen schaden
  3. Wann Punktepläne helfen
  4. Geld für gute Noten
  5. Loben, aber wie
  6. Was Eltern sonst tun können

Motivation von innen und von außen

„Mein Kind will einfach nicht lernen.“ Hinter dem Satz steht oft die Frage, ob man nachhelfen darf: mit einem Stickerplan, einem Euro pro Diktat oder viel Lob. Die Forschung sagt dazu weder einfach ja noch einfach nein. Es kommt darauf an, wofür ein Kind belohnt wird, wann und womit.

Viele Studien beziehen sich auf die Selbstbestimmungstheorie von Ryan und Deci. Von innen motiviert ist ein Kind danach, wenn es etwas um seiner selbst willen tut, aus Interesse und Freude an der Sache.[1] Die Theorie nennt drei Grundbedürfnisse: Autonomie (selbst handeln), Kompetenz (etwas können) und soziale Eingebundenheit. Das Autonomiegefühl leidet, wenn sich jemand von außen gesteuert fühlt, durch Belohnungen ebenso wie durch Strafen.[1]

Ryan und Deci gehen deshalb davon aus, dass der Versuch, Leistung direkt über Belohnungen, Sanktionen und Bewertungen zu steuern, meist das Gegenteil bewirkt. Das ist die Position der Theorie, kein Messwert. Unterstützen Lehrkräfte und Eltern dagegen die Selbstständigkeit, sind Schülerinnen und Schüler nach ihrer Übersicht engagierter, leisten mehr und fühlen sich wohler, von der Grundschule bis zur Hochschule.[1] Dahinter stehen überwiegend Zusammenhänge, keine Experimente.

Im Durchschnitt nimmt die innere Motivation für schulische Tätigkeiten über die Schuljahre eher ab.[1] Ein Naturgesetz ist das nicht: In einer Berliner Längsschnittstudie mit 185 Kindern sank die Lernfreude von Klasse 2 zu Klasse 3 nur beim Rechtschreiben, beim Rechnen nicht.[2] Die Daten stammen allerdings aus den Jahren 1994 bis 1996 und sind nicht in einer begutachteten Fachzeitschrift erschienen.

Wann Belohnungen schaden

Das bekannteste Experiment stammt von 1973. Lepper und Kollegen teilten 51 Kindergartenkinder in Stanford (USA), gut drei bis gut fünf Jahre alt, die schon gern mit Filzstiften malten, in drei Gruppen. Der ersten wurde vorab eine Urkunde mit Goldsiegel und Schleife versprochen, die zweite bekam sie überraschend hinterher, die dritte gar nicht.[3]

Ein bis zwei Wochen später lagen die Stifte wieder im Gruppenraum, und die Kinder wurden unbemerkt beobachtet. Wem die Urkunde versprochen worden war, der malte in der freien Spielzeit etwa halb so viel wie die anderen: 8,6 Prozent der Zeit gegenüber 16,7 Prozent ohne und 18,1 Prozent mit überraschender Belohnung.[3]

Fachleute sprechen vom sogenannten Korrumpierungseffekt, englisch overjustification effect. Die Malstudie allein trägt aber nicht weit: eine Sitzung, Kinder überwiegend aus weißen Mittelschichtfamilien, eine Messung nach ein bis zwei Wochen. Dass Kinder nach einer Belohnung nie wieder malen wollen, zeigt sie nicht.

Was eine große Metaanalyse zeigt

Deci, Koestner und Ryan haben 1999 insgesamt 128 Experimente mit Kindern und Studierenden zusammengefasst, aus dem Labor und aus Schulen. Erwartete Belohnungen verringerten die freiwillige Beschäftigung mit einer interessanten Tätigkeit, egal ob sie fürs Mitmachen, fürs Fertigwerden oder für gute Leistung versprochen wurden. Überraschende Sachbelohnungen hinterher hatten keinen Effekt.[4]

Bei Kindern, überwiegend im Kindergarten- und Grundschulalter, war der Effekt von Sachbelohnungen größer (d = −0,39) als bei Studierenden (d = −0,27).[4] Er betrifft aber Tätigkeiten, die schon interessant sind: Bei langweiligen Aufgaben schadeten Sachbelohnungen nicht.[4] Die Autoren folgern, man müsse Sachbelohnungen bei Kindern in Schule und Familie außerordentlich sorgfältig einsetzen.[4]

Ein offener Streit

Cameron und Pierce kamen 1994 in einer eigenen Metaanalyse zu einem anderen Schluss: Insgesamt senke Belohnung die innere Motivation nicht. Negativ seien nur erwartete Sachbelohnungen fürs bloße Tun, und das nur minimal.[5] Später fand dieselbe Gruppe, dass Belohnungen für wenig interessante Aufgaben die freiwillige Beschäftigung sogar steigerten.[6] Deci und Kollegen führen die schwächeren Ergebnisse der Gegenseite unter anderem darauf zurück, dass dort auch langweilige Aufgaben mitgerechnet wurden.[4] Entschieden ist der Streit nicht. Einig sind sich beide Seiten darin, dass Belohnungen bei Aufgaben, die wenig Spaß machen, keinen Schaden anrichteten.[4], [6]

Mythos

Belohnungen motivieren Kinder zum Lernen.

Was die Forschung sagt

So pauschal stimmt das nicht, das Gegenteil aber auch nicht. Die Studien zum Korrumpierungseffekt messen, wie viel Zeit sich jemand freiwillig mit einer Tätigkeit beschäftigt, nicht Noten oder Lernerfolg. Ob eine Belohnung ein Kind zum Lernen bringt, beantworten sie nicht.

Belegt ist: Vorher versprochene Sachbelohnungen senken im Mittel die freiwillige Beschäftigung mit etwas, das ein Kind schon gern tut. Für langweilige Aufgaben gilt das nicht.[4]

Wann Punktepläne helfen

Stickerpläne und Punktekarten heißen in der Forschung Token-Systeme: Kinder sammeln Punkte und tauschen sie gegen eine Belohnung. Die Studien dazu messen Verhalten, nicht Lernfreude.

Eine Metaanalyse über 24 Studien aus den Jahren 2000 bis 2019 fand in US-Klassen vom Kindergartenjahr bis Klasse 5 große Effekte von Token-Systemen auf das Verhalten, in Regel- wie in Förderklassen.[7] Ein systematischer Review zu Kindern mit ausgeprägt schwierigem Verhalten, gestützt überwiegend auf Einzelfallstudien, urteilte vorsichtiger: Nach den strengen Kriterien des What Works Clearinghouse reicht die Studienlage nicht, um von bewährter Praxis zu sprechen.[8]

Eine Metaanalyse über 77 Auswertungen von Elterntrainings für Kinder bis sieben Jahre fand größere Effekte auf das Verhalten, wenn Eltern lernten, mehr positive Momente mit dem Kind zu schaffen, über Gefühle zu sprechen, Auszeiten richtig einzusetzen und beständig zu bleiben.[9] Ob Punktepläne dabei ein eigener wirksamer Baustein waren, lässt sich daraus nicht ablesen.[9]

Daraus ergibt sich eine Faustregel: Für neue Routinen und unbeliebte Pflichten können Punktepläne Verhalten verändern. Für das, was ein Kind schon gern tut, versprechen Sie besser keine Belohnung. In der Checkliste stützen sich die ersten drei Punkte auf die genannten Studien, die übrigen sind praktischer Rat.

Checkliste zum Abhaken

Wenn Sie einen Punkteplan nutzen

Druckt nur diesen Kasten, ohne den Rest der Seite.

Geld für gute Noten

In einer forsa-Umfrage im Auftrag des Nachhilfeanbieters Studienkreis belohnten knapp 60 Prozent der Eltern ihr Kind für das letzte Zeugnis. Geld gaben 21 Prozent, etwas gemeinsam unternommen haben 36 Prozent.[10] Befragt wurden rund 1.000 Eltern von Kindern zwischen zehn und 18 Jahren an weiterführenden Schulen, das Befragungsjahr nennt die Seite nicht.

Das große Experiment in den USA

Der Ökonom Roland Fryer hat in randomisierten Feldexperimenten an über 200 Schulen in drei US-Städten Schülerinnen und Schüler bezahlt: in Dallas Zweitklässler mit 2 Dollar pro gelesenem Buch samt kurzem Quiz, in New York Viert- und Siebtklässler für Testergebnisse, in Chicago Neuntklässler für Noten.[11], [12] Die Schulen lagen in benachteiligten Stadtvierteln, das Geld kam von den Forschenden, nicht von den Eltern.

Das Ergebnis der 2011 veröffentlichten Fassung ist nüchtern: In keiner der drei Städte hatten die Geldanreize einen statistisch nachweisbaren Effekt auf die Leistung. Wegen zu kleiner Fallzahlen kann Fryer einen lohnenden Effekt aber nicht ausschließen. Signifikant war nur die Wirkung bei englischsprachigen Kindern in Dallas, also beim Bezahlen fürs Bücherlesen in Klasse 2.[11]

Eine frühere Auswertung von 2010 deutete noch an, dass Geld für Einsatz wie das Bücherlesen das Leseverständnis verbessere, Geld für Ergebnisse nicht.[12] In der Zeitschriftenfassung steht das so nicht mehr, es bleibt ein Hinweis aus einer frühen Auswertung. Einen Verlust an innerer Motivation fand Fryer nicht, die Schätzungen ließen aber auch nicht mehr zu als „kein nachweisbarer Effekt“.[12]

Belohnung direkt nach dem Test

Ein Feldexperiment mit über 5.700 Schülerinnen und Schülern von der Grund- bis zur Oberschule rund um Chicago fand: Große Belohnungen direkt nach einem Test verbesserten die Ergebnisse um etwa eine Zehntel-Standardabweichung, ob Geld oder Pokal. Einen Monat später ausgegeben, wirkten sie nicht, kleine Geldbeträge ebenso wenig.[13] Der Test zählte für die Kinder sonst nichts. Sie strengten sich also mehr an. Dass sie mehr gelernt hätten, zeigt die Studie nicht.

Mythos

Geld für gute Noten spornt Kinder an.

Was die Forschung sagt

In Fryers Experimenten hatte Geld insgesamt keinen nachweisbaren Effekt auf die Leistung. Geld für Zeugnisnoten hob bei Neuntklässlern in Chicago den Notendurchschnitt leicht, nicht aber die Ergebnisse in Leistungstests.[11], [12]

Ebenso wenig ist belegt, dass Geld für Noten der Motivation schadet.[12] Belastbare Studien zu Zeugnisgeld bei Grundschulkindern in Deutschland sind uns nicht bekannt.

Wer zum Zeugnis Geld gibt oder etwas Schönes unternimmt, muss sich nach dieser Forschungslage keine Vorwürfe machen, sollte aber keinen Leistungsschub erwarten. Wenn Sie belohnen, dann nach vorsichtiger Deutung der Studien eher für das, was Ihr Kind selbst in der Hand hat, und zeitnah. Dass Zeugnisgeld zu spät kommt, um zu wirken, folgt daraus nicht: Die verzögerte Belohnung betraf einen einzelnen Test. Wie Sie mit einem enttäuschenden Zeugnis umgehen, lesen Sie im Beitrag zu Zeugnis und Versetzung.

Loben, aber wie

Lob gilt als die freundliche Alternative zu Stickern und Geld. In der Metaanalyse von Deci und Kollegen steigerte positive Rückmeldung insgesamt die freiwillige Beschäftigung und das Interesse. Bei Kindern allein war der Effekt auf die freiwillige Beschäftigung aber klein und nicht signifikant (d = 0,11), bei Studierenden deutlich (d = 0,43).[4]

Henderlong und Lepper kommen in einer Übersichtsarbeit zu dem Schluss, dass Lob Motivation untergraben, stärken oder gar nichts bewirken kann. Günstig ist es, wenn es ehrlich wirkt, Erfolg auf Beeinflussbares wie Einsatz oder Vorgehen zurückführt, die Selbstständigkeit stützt, ohne ständige Vergleiche mit anderen auskommt und erreichbare Maßstäbe vermittelt. Auch Alter, Geschlecht und Kultur des Kindes spielen eine Rolle.[14]

Rückmeldung bringt mehr als Lob

Hattie und Timperley unterscheiden Rückmeldung zur Aufgabe, zum Vorgehen, zur Selbststeuerung und zur Person. Am wenigsten wirksam ist nach ihrer Einschätzung Rückmeldung zur Person („Du bist ein toller Schüler“). In ihrer Synthese aus elf Metaanalysen hing Lob kaum mit Leistung zusammen (Effektstärke 0,14).[15]

Eine neuere Metaanalyse über 435 Studien vom Kindergarten bis zur Hochschule zeigt, wie viel die Art der Rückmeldung ausmacht: Belohnung oder Strafe kamen auf d = 0,24, korrigierendes Feedback auf d = 0,46, Feedback mit vielen Informationen auf d = 0,99. Von den Effekten auf die Motivation waren 21 Prozent negativ, und 86 Prozent davon gingen auf Feedback ohne Information zurück, also auf Belohnungen oder Strafen.[16]

Zwei Beispiele, wie das klingen kann (unsere Formulierungen, nicht aus den Studien):

  • Statt „Du bist ein Mathegenie“: „Du hast bei der Textaufgabe zuerst aufgeschrieben, was gefragt ist. So hast du den Fehler selbst gefunden.“
  • Statt „Du bist besser als deine Schwester“: „Letzte Woche waren es noch fünf Fehler, heute zwei.“

Lob für Klugheit oder für Anstrengung

Bekannt sind sechs Experimente von Mueller und Dweck aus dem Jahr 1998 mit Fünftklässlern in den USA. Für Intelligenz gelobte Kinder („Du musst klug sein“) gaben nach einem Misserfolg eher auf als für Anstrengung gelobte, hatten weniger Freude, schoben es eher auf mangelnde Begabung und schnitten schlechter ab.[17]

Eine Wiederholung mit 624 Kindern von neun bis 13 Jahren in China fand im eng nachgebauten ersten Versuch nur einen knappen Effekt auf die Leistung und keinen auf die acht Motivationsmaße, in zwei weiteren Versuchen gar keinen.[18] Yeager und Dweck halten dagegen, die Studien seien einzeln zu klein gewesen, zusammengenommen bestätigten sie den Befund.[19] Die Frage ist unter Fachleuten umstritten.

Ähnlich beim übertriebenen Lob. Eine Gruppe aus den Niederlanden fand, dass Erwachsene gerade Kinder mit geringem Selbstwert eher übertrieben loben („Das ist nicht nur schön, das ist unglaublich schön“). In ihrem Experiment mit 240 Kindern von acht bis zwölf Jahren wählten Kinder mit geringem Selbstwert danach eher leichte Aufgaben, solche mit hohem Selbstwert eher schwierige.[20] In einer Nachanalyse war dieser Effekt in sechs von zwölf vertretbaren Auswertungen nicht mehr signifikant, sobald wenige Ausreißer entfielen. Der Befund ist fragil.[21]

Mythos

Man darf ein Kind nie klug nennen.

Was die Forschung sagt

Diese Regel stützt sich vor allem auf Laborexperimente mit Fünftklässlern, deren Wiederholung umstritten ist.[17], [18], [19] Mehrere Experimente sprechen dafür, dass Lob für Einsatz und Vorgehen günstiger ist als „Du bist so klug“. Ganz gesichert ist das nicht.

Ein Verbot lässt sich daraus nicht ableiten. Besser belegt ist, dass Rückmeldung zur Person am wenigsten bringt und Rückmeldung mit Informationen zur Aufgabe am meisten.[15], [16]

Verwandt sind Mindset-Trainings, die vermitteln sollen, dass Fähigkeiten veränderbar sind. Für Grundschulkinder fand eine Metaanalyse von 2023 keinen signifikanten Effekt auf die Leistung.[22] Ob die Trainings bestimmten Gruppen etwas bringen, ist unter Fachleuten umstritten.[23]

Was Eltern sonst tun können

Naheliegend ist, bei den drei Grundbedürfnissen anzusetzen: Ihr Kind soll sich als jemand erleben, der selbst handelt, der etwas kann und der dazugehört.[1] Die folgenden Vorschläge sind praktischer Rat in diesem Sinn, keine einzeln geprüften Maßnahmen.

  • Wahl lassen, wo es geht. Zuerst Mathe oder Deutsch, Küchentisch oder Schreibtisch: Kleine Entscheidungen geben Ihrem Kind ein Stück Kontrolle.
  • Schaffbare Schritte. Eine Aufgabe, die gerade so zu schaffen ist, stärkt das Gefühl, etwas zu können. Vergleichen Sie mit dem Stand von letzter Woche, nicht mit anderen Kindern.
  • Nach der Sache fragen. Was hat Ihr Kind heute Neues erfahren? Nicht nur: Welche Note gab es?

Bei den Hausaufgaben hing in einer Schweizer Studie mit Fünft- und Sechstklässlern nicht häufigere Hilfe mit besseren Leistungen zusammen, sondern Hilfe, die die Kinder als unterstützend statt einmischend erlebten.[24] Wie Sie helfen, ohne zu übernehmen, beschreiben wir im Beitrag zum selbstständigen Lernen. Welche Lernstrategien gut untersucht sind, steht im Faktencheck zu Lerntypen.

Wenn die Lust über Wochen fehlt

Hält die Abwehr über Wochen an, sprechen Sie mit der Klassenlehrkraft: Wirkt Ihr Kind in der Schule ähnlich, ist es überfordert, gibt es Ärger mit anderen Kindern? Unterforderung kann laut einer Fachbroschüre der Karg-Stiftung dazu beitragen, dass hochbegabte Kinder unter ihren Möglichkeiten bleiben, ist aber in der Regel nicht die alleinige Ursache.[25] Ist Ihr Kind zudem oft unkonzentriert, lesen Sie unseren Beitrag zur Konzentration.

Quellen

Wir stützen uns bevorzugt auf Übersichtsarbeiten, Leitlinien und Angaben offizieller Stellen. Zuletzt geprüft am 4. Oktober 2026.

  1. [1] Ryan, R. M. & Deci, E. L. (2020). Intrinsic and extrinsic motivation from a self-determination theory perspective: Definitions, theory, practices, and future directions. Contemporary Educational Psychology, 61, 101860. doi.org
  2. [2] Schmude, C. (ohne Jahr). Differenzielle Entwicklungsverläufe der Lernfreude im Grundschulalter. Dokument auf dem Publikationsserver der Humboldt-Universität zu Berlin (edoc), nicht in einer begutachteten Fachzeitschrift erschienen. Abgerufen am 04.10.2026. edoc.hu-berlin.de
  3. [3] Lepper, M. R., Greene, D. & Nisbett, R. E. (1973). Undermining children’s intrinsic interest with extrinsic reward: A test of the „overjustification“ hypothesis. Journal of Personality and Social Psychology, 28(1), 129–137. doi.org
  4. [4] Deci, E. L., Koestner, R. & Ryan, R. M. (1999). A meta-analytic review of experiments examining the effects of extrinsic rewards on intrinsic motivation. Psychological Bulletin, 125(6), 627–668. doi.org
  5. [5] Cameron, J. & Pierce, W. D. (1994). Reinforcement, reward, and intrinsic motivation: A meta-analysis. Review of Educational Research, 64(3), 363–423. doi.org
  6. [6] Cameron, J., Banko, K. M. & Pierce, W. D. (2001). Pervasive negative effects of rewards on intrinsic motivation: The myth continues. The Behavior Analyst, 24(1), 1–44. doi.org
  7. [7] Kim, J. Y., Fienup, D. M., Oh, A. E. & Wang, Y. (2022). Systematic review and meta-analysis of token economy practices in K-5 educational settings, 2000 to 2019. Behavior Modification, 46(6), 1460–1487. doi.org
  8. [8] Maggin, D. M., Chafouleas, S. M., Goddard, K. M. & Johnson, A. H. (2011). A systematic evaluation of token economies as a classroom management tool for students with challenging behavior. Journal of School Psychology, 49(5), 529–554. doi.org
  9. [9] Kaminski, J. W., Valle, L. A., Filene, J. H. & Boyle, C. L. (2008). A meta-analytic review of components associated with parent training program effectiveness. Journal of Abnormal Child Psychology, 36(4), 567–589. doi.org
  10. [10] Studienkreis GmbH (ohne Datum). Belohnung zum Zeugnis. Ergebnisse einer forsa-Umfrage im Auftrag des Studienkreises, Befragungsjahr auf der Seite nicht angegeben. Abgerufen am 04.10.2026. studienkreis.de
  11. [11] Fryer, R. G. (2011). Financial incentives and student achievement: Evidence from randomized trials. The Quarterly Journal of Economics, 126(4), 1755–1798. doi.org
  12. [12] Fryer, R. G. (2010). Financial incentives and student achievement: Evidence from randomized trials. NBER Working Paper 15898 (frühere Arbeitspapier-Fassung). nber.org
  13. [13] Levitt, S. D., List, J. A., Neckermann, S. & Sadoff, S. (2016). The behavioralist goes to school: Leveraging behavioral economics to improve educational performance. American Economic Journal: Economic Policy, 8(4), 183–219. doi.org
  14. [14] Henderlong, J. & Lepper, M. R. (2002). The effects of praise on children’s intrinsic motivation: A review and synthesis. Psychological Bulletin, 128(5), 774–795. doi.org
  15. [15] Hattie, J. & Timperley, H. (2007). The power of feedback. Review of Educational Research, 77(1), 81–112. doi.org
  16. [16] Wisniewski, B., Zierer, K. & Hattie, J. (2020). The power of feedback revisited: A meta-analysis of educational feedback research. Frontiers in Psychology, 10, 3087. doi.org
  17. [17] Mueller, C. M. & Dweck, C. S. (1998). Praise for intelligence can undermine children’s motivation and performance. Journal of Personality and Social Psychology, 75(1), 33–52. doi.org
  18. [18] Li, Y. & Bates, T. C. (2019). You can’t change your basic ability, but you work at things, and that’s how we get hard things done: Testing the role of growth mindset on response to setbacks, educational attainment, and cognitive ability. Journal of Experimental Psychology: General, 148(9), 1640–1655. doi.org
  19. [19] Yeager, D. S. & Dweck, C. S. (2020). What can be learned from growth mindset controversies? American Psychologist, 75(9), 1269–1284. doi.org
  20. [20] Brummelman, E., Thomaes, S., Orobio de Castro, B., Overbeek, G. & Bushman, B. J. (2014). „That’s not just beautiful – that’s incredibly beautiful!“: The adverse impact of inflated praise on children with low self-esteem. Psychological Science, 25(3), 728–735. doi.org
  21. [21] Verkoeijen, P. P. J. L., Polak, M. G. & Bouwmeester, S. (2018). A practical illustration of methods to deal with potential outliers: A multiverse outlier analysis of Study 3 from Brummelman, Thomaes, Orobio de Castro, Overbeek, and Bushman (2014). Collabra: Psychology, 4(1), 30. doi.org
  22. [22] Macnamara, B. N. & Burgoyne, A. P. (2023). Do growth mindset interventions impact students’ academic achievement? A systematic review and meta-analysis with recommendations for best practices. Psychological Bulletin, 149(3–4), 133–173. doi.org
  23. [23] Burnette, J. L., Billingsley, J., Banks, G. C., Knouse, L. E., Hoyt, C. L., Pollack, J. M. & Simon, S. (2023). A systematic review and meta-analysis of growth mindset interventions: For whom, how, and why might such interventions work? Psychological Bulletin, 149(3–4), 174–205. doi.org
  24. [24] Moroni, S., Dumont, H., Trautwein, U., Niggli, A. & Baeriswyl, F. (2015). The need to distinguish between quantity and quality in research on parental involvement: The example of parental help with homework. The Journal of Educational Research, 108(5), 417–431. doi.org
  25. [25] Preckel, F., Vock, M. & Koop, C. (2020). Fragen & Antworten zum Thema Hochbegabung (Karg Sonderhefte II), S. 60. Karg-Stiftung, 1. Auflage November 2020, Nachdruck März 2025. fachportal-hochbegabung.de

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Hat Pädagogik und Informatik studiert. Schreibt hier über den Forschungsstand zum Lernen und prüft digitale Lernhilfen technisch, bevor sie hier erwähnt werden.

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